Anwaltskanzlei Dr. Busch & Kollegen, Rechtsanw�lte

Neues aus der Rechtsprechung

Reiserecht



Allgemeine Geschäftsbedingungen bei Pauschalreise

Bucht der Teilnehmer einer Pauschalreise diese ausschließlich aufgrund einer Zeitungsannonce, ohne daß der Annonce oder der vom inserierenden Reisebüro zugesandten Reisevertragsunterlagen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Reiseveranstalters beigefügt waren, dann werden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht Vertragsbestandteil.

Der Kläger hatte aufgrund einer Anzeige eine einwöchige Pauschalreise gebucht. Vor Reiseantritt kam es zu einer Stornierung durch den Kläger. Vom Reisepreis hielt der beklagte Reiseveranstalter eine Stornopauschale von DM 450,-- ein, wie es den Allgemeinen Geschäftsbedingungen entsprach. Der Kläger wandte sich gegen die ihm unbekannt gebliebenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, da er nie einen Katalog des Veranstalters oder sonstwo einen Abdruck der Bedingungen gesehen hatte.

Das Amtsgericht gab dem Kläger recht und verurteilte die Beklagte zur Rückzahlung des einbehaltenen Teilreisepreises. Auch der Umstand, daß die Anmeldung mit einem Verweis auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen unterschrieben war, ändert hieran nichts, wenn diese unstreitig nicht vorlagen.

(AG Düsseldorf, 46 C 221/00)